StummFilm MusikTage Erlangen – Ensemble Kontraste und Greta Garbo

Barbara_fertig1bAnke Trautmann und Eckart Kierski (Ensemble Kontraste) 
lernten wir schon 1998 kennen. Anke war die Querflöten-Lehrerin unseres neuen Lehrmädchens (Bild 1) Barbara Degenhardt (ihre Gesellenstückfotostory). Zweimal war das beeindruckende Orchester in den folgenden Jahren in Unterkrumbach zugast, worauf wir nach wie vor mächtig stolz sind.

GarbojpgZu den vielen bereichernden Abenden kommt der gestrige Samstag als weiteres Highlight dazu. Die Stummfilmusiktage (auf der homepage ist Garbos bezauberndes Augenzwinkern live zu sehen) luden um 18 Uhr in das bis zum letzten Stuhl besetzte Filmcafe´, um der Einführung von Kevin Brownlow zu folgen, dessen nicht immer ganz leicht zu verstehendes Englisch bei uns Vier zu völlig unterschiedlichen Sichtweisen des anschließenden Films "A Woman of Affairs" bzw. des Romans "The Green Hat" führte. Anhand des wieder wunderbar Garbo2jpggemachten Programmheftes und später auch mithilfe Kindlers Literaturlexikon konnten wir aber alle Diskussionspunkte, wer denn nun woran starb und wo da noch ein Kind im Spiel war, klären.

Wann hat man noch die Gelegenheit zu erkennen, was damalige Filmemacher und Schauspieler ohne Ton zu leisten in der Lage waren? Wann erfährt man die interessanten Details von Fachleuten? Wo wird dazu auch noch eine geniale Fotoausstellung organisiert? Wann kann man hören, dass die Musik einen so hohen Anteil an der Infomation, aber auch am Genuss hat? Dass ein Stummfilm spannend, bewegend (schnief) und mitreißend sein kann?
Vielen Dank für die vielen Details an alle, die die StummFilmMusikTage ermöglichen. Wir wünschen weiterhin ausverkaufte Häuser für die nächsten 10 Jahre.

Heute noch den ganzen Tag Programm: Stummfilmusiktage
http://www.garbo.de.vu/

„Schöner Wohnen“ Beilage der HZ sehr sparsam

Hz06_1schoenerwohnenEs ist ja logisch, dass der Platz in einer Zeitung nicht so üppig zur Verfügung steht wie in einem Weblog (vielleicht mag ich´s ja grade deswegen), aber wenn ich schon anbiete den Möbelmesseartikel auf die gewünschte Zeilenzahl zu reduzieren, dann  ist es doch ein wenig schade, wenn die Arbeit von ein paar Stunden lieblos zusammengekürzt wird. Mit einem kurzen Anruf oder Remail hätte man das besser lösen können. Jetzt schreib ich´s mal auf, vielleicht denke ich dann das nächste mal wenigstens dran rechtzeitig zu diskutieren.
Vielleicht wird das Medium aber auch (von uns ) überschätzt und die Idee ist gar nicht so gut, die Anzeigen zu Wohnthemen zusammenzufassen, wenn dann die üblichen allgemeinen Pressemeldungen verbraten werden und (außer uns) nur noch von unseren Elektroheizungsbauern aus Oberkrumbach berichtet wird. Könnte mehr Aufwand die Seite interessanter machen, oder liest sie sowieso niemand oder liefern einfach unsere Betreibe keine interessanten Nachrichten, oder zu wenig Anzeigen? Denn wie immer ist die Größe einer Beilage natürlich von der verkauften Anzeigenfläche abhängig. Mit unserem einspaltigen Sparformat machen natürlich auch wir einem Verlag keine üppige Freude.
Bis zur nächsten Beilage, vielleicht wird sie ja mal nett garniert wie in der Gastronomie.

Möbelmesse will besucht sein

Ressourcenmanagement oder Holzeinkauf?

Gunthersubmission06_2Natürlich klingt Ressourcenmanagement deutlich cooler, BWL-Studenten hätten ihre Freude dran und selbst Banker kann man damit begeistern, obwohl immernochnicht alle durchschaut haben, warum wir unser Holz selbst im Wald kaufen, bei uns sägen, lagern und trocknen und damit jede Menge Kapital binden. Anstatt es, wie die meisten Kollegen, einfach beim Händler zu ordern, wenn wir einen Auftrag haben. Die Philosophie der regionalen Wirtschaftskreisläufe, der Qualitätssicherung an der ersten Stelle der Wertschöpfungskette (die wir für die genannten lieber "Supply Chain" nennen würden) und die Freude an einem durch und durch schlüssigen und regionalem Produkt  ist Zahlenakrobaten nur schwer zu vermitteln. Trotzdem versuchen wir es immer wieder indem wir auf die "Soft Facts" des Harten Holzes aus Hersbruck  verweisen.

Holzernte

Es war wieder soweit: die Bäume, die den jüngeren das Licht wegnehmen und selbst nicht mehr viel Holz-Zuwachs zu erwarten haben wurden, idealerweise nach dem ersten Frost, geerntet. Übrigens kein wesentlich anderer Vorgang, wie bei der Getreideernte, nur eben selektiv, d.h. nur die Bäume im richtigen Alter werden markiert und einzeln aus dem Wald transportiert (diese Argumentation hat FBG-Geschäftsführer Michael Müller im Fernsehen sooo toll rübergbracht, dass wir das gleich übernehmen mussten). Wenn das unsere vorbildliche Forstbetriebsgemeinschaft macht, werden die wertvollsten Laubhölzer häufig mit einem MM für Möbelmacher beschriftet, weil sie die Holztransporteure dann gleich zum Sägewerk der Hopfengartenmühle (bis 60 cm Durchmesser) oder direkt auf unser Gelände fahren, wenn dicker als 60 cm oder wertvollere Holzarten, deren Wert und Einschneidestärke man am besten vor Ort beim Schneiden auf der mobilen Säge beurteilt.

Gunthersubmission06Holzkauf per Submission

Es gibt aber auch die Versteigerungen (Submissionen), bei denen die Waldbauern ihre wertvollsten Hölzer zum Beispiel zum Kloster Banz transportieren, wo sie katalogisiert und numeriert werden. Mein Kompagnon Gunther Münzenberg geht dann mit einer Liste rum und schreibt bei den meisten Bäumen die Summen dazu, die wir dafür freiwillig zahlen würden. Leider machen das auch viele andere und wer die größte Summe hinschreibt zahlt zwar auch am meisten, aber er bekommt dafür dann auch den Baum.  So werden manche edle Bäume (vor allem von den Furnierhändlern, die ja eine große Wertschöpfung aus edlen Hölzern haben) furchtbar teuer verkauft, was dann in der Zeitung steht und viele denken, dass für alle Bäume so viel bezahlt wird. Andere Stämme will wiederum kein Sch(w)(r)ein(er) und die bleiben übrig, aber das interessiert die Zeitung nicht. Egal, ob das Prinzip wirklich genial ist, oder nicht, es ist toll, dass dieser enorme Arbeitsaufwand zur Organisation des Verkaufs geleistet wird. 

Holzverbrauch

In diesem Jahr hat Gunther rund 40 m³ auf der Submission bekommen und rund 50 m³ bei der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land. Im Durchschnitt haben wir einen Holzverbrauch von ca. 150 m³ im Jahr, verteilt auf alle Holzarten (ca. 70% Buche) und alle Stärken. Auf dem Foto markiert Gunther die Stämme, die wir ersteigert haben mit MM, dass Werner Schmidt mit seinem wunderschönen Holzlaster nur noch vorbeifahren und aufladen braucht. "MM" sind also die Stämme mit dem gewissen Extra (auch wenn wir sie zwar genießen, aber nicht trinken können, wie beim gleichnamigen Schaumwein).

Nach einigen Jahren werden aus den Brettern wunderschöne Möbel gefertigt. Sind regionale Wirtschaftskreisläufe in einem Möbel spürbar? Kann man die Beisterung der Mitarbeiter für so wertvolle Stämme auch im fertigen Tisch spüren? Bedeutet Qualität nicht nur Belastbarkeit, Gewicht, Materialstärke oder optische Gestaltung, sondern auch Herkunft, Sorgfalt und Engagement? Wie stark werden die Kriterien der Nachhaltigkeit einen Kauf beeinflussen? Darüber hat der, der den Baum vor 150 Jahren gepflanzt hat nicht nachgedacht und auch wir werden ihn solange liegen lassen, bis er als Küche, Wohnzimmer oder Kneipe verkauft ist. Ob bis dahin der Nachhaltigkeitsnachweis das wichtigste Kaufkriterium ist, oder Ikea und andere global Player den Begriff entweder allgemeinverständlich oder einfach überflüssig gemacht hat wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass wir auch weiterhin nur so arbeiten werden. Einfach, weil es Sinn und Freude macht. 

"Vom Baum zu Tisch", alles über unsere Holzverarbeitung

Collagen basteln im Newsletter „Designer in Action“ entdeckt

CollagepavillionFür Fotofreaks ein genialer Tipp im Newsletter Designer in Action:
Automatisch Collagen erstellen mit dieser kostenlosen "Action" für Photoshop: http://www.panosfx.com
Am Beispiel unseres von Peter Sturm und seinem Workshopteam am 1. April 2001 erstellten Weidenpavillions.
Und weils so schön ging gleich noch eines mit unserem Unterkrumbacher Gelände im schönen Sittenbachtal im Nürnberger Land. Wissen schon alle, dass man die Fotos durch Draufklicken vergrößern kann?Collagemoema

Artikel über Nachhaltigkeitsblog in der Hersbrucker Zeitung

Wieder auf Seite 1 und am wieder in der vielgelesenen Samstagsausgabe hat Walter Grzesiek den zweiten Teil seines Berichts über Weblogs veröffentlicht, diesmal fast ausschließlich über unseres. Nachzulesen hier im Anschluss, oder als pdf-Datei mit dem Foto von Michael Scholz von 2002, der die Danzers vor das regionale Musterhaus setzte. Die Nachfrage, ob wir ein besseres Foto hätten, habe ich mit dem Hinweis "je jünger und schlanker, desto besser" zurückgewiesen, denn das Standardfoto vom Bloggen, also das endlose Hocken vor dem Rechner an einem chaotischen Schreibtisch, ist nun wirklich kein hübscher Anblick. Die optische Aufwertung desselben mit Ute war also eine gute Idee Grzesieks.

Es tut sich wasDanzershz480

Erste Wirkungen zeigt die "Adelung" durch die Presse schon, denn für das Naturschutzzentrum Wengleinpark will Rainer Wölfel zusammen mit dem Journalisten Michael Scholz ein eigenes Weblog installieren, auf dem mit wenig Aufwand auch alle Veranstaltungen aktuell beworben und vor allem auch danach kommentiert werden können. Ich würde mich freuen, wenn wir uns mit einem dritten Blog in der Hersbrucker Alb (das zweite ist von Kreisrat Thomas Rogoz (rogoz.blockspot.com) oder kennt noch jemand mehr?) noch weiter von der Steinzeit entfernen würden. (Um der Steinzeit zu entkommen bauen wir sogar schon Holzhäuser).

Fehlte noch

Einen wichtigen Aspekt hat der Chefredakteur der HZ leider nicht beleuchtet, vielleicht auch, weil es für den normalen Leser etwas schwierig zu erklären geworden wäre: das RSS-Feed. Mithilfe dieser Technik erfährt der Surfer den Titel des neuen Eintrags ohne dass er vorher auf die Website surfen muss. Er wird automatisch bei den Favoriten eingeblendet. Für alle Leser ist das die optimale Erleichterung, vor allem wenn man mehrere Blogs besucht. In unserer Weblogschulung zeigen wir, wie es ziemlich einfach geht, nämlich einfach den Firefox Browser installieren und darin die Links als "dynamisches Lesezeichen" ablegen.

Artikel als pdf

Artikel der HZ vom 21.1.06:
Netzwerk der Provinz

Blogger aus Unterkrumbach gehören zu den Top 100

HERSBRUCK – Bloggen, das Internet
als ständige Info- und Diskussionsbörse?
Hat, was in den USA
schon funktioniert, auch fürs Hersbrucker
Land Bedeutung? Der Unterkrumbacher
Möbelmacher Herwig
Danzer sagt begeistert Ja. Kreisrat
Thomas Rogoz will eine Weblog-
Adresse aufbauen.

In einem ersten Beitrag (5. Januar)
hatte die HZ die eher exotischen
Internet-Blog-Adressen vorgestellt,
die sich mit dem Hersbrucker Land
befassen: ein Gastronomie-Kritiker,
jugendliche Tagebuchschreiber oder
Musikfans. Auch die Blog-Adresse
von CSU-Kreisrat Thomas Rogoz rogoz.
blockspot.com weist selbst nach
ihrer Veröffentlichung in der HZ keine
große Resonanz auf. Denn eigentlich
sind Blog-Adressen statt normaler
Internet-Auftritte dazu da, dass
Leser sofort reagieren, Antworten
und Kommentare schreiben, die dann
auf der jeweiligen Blog-Seite erscheinen.
Auf Rogoz’ Ankündigung einer
dritten Hersbrucker Nightbar am 27.
Januar am Marktplatz reagierte bisher
aber nur ein einziger Internet-
Leser anonym mit: „Coole Sache, da
werd ich auf jeden Fall vorbeischauen.“
Dann wird im Blog die Diskussion
neu belebt, ob das Kfz-Kennzeichen
des Landkreises statt LAU lieber
anders heißen sollte (NL geht
nicht, weil das schon an den Niedersächsischen
Landtag vergeben ist).
Auch hier nur ein Antwortender, der
sich an NLA erinnert. Das wurde vor
30 Jahren mal aus Hersbruck vorgeschlagen,
aber vom Landtag verworfen.
Auch beim Danzer-Auftritt nachhaltigkeit.
blogs.com sind die wenigen
aktiven Antworten der Schwachpunkt.
„Viele trauen sich einfach
nicht, schon gar nicht mit ihrem Namen“,
sagt der Initiator. Trotzdem
schwebt ihm vor, den umfangreichen
Netzauftritt mit den verschiedenen
Aspekten regionalen Wirtschaftens
und Denkens zu einer Art Diskussionsforum
im Nürnberger Land zu
machen.

Mit Holz heizen

So berichtete nachhaltigkeit.
blogs.com
etwa über die Einweihung
der Hackschnitzelanlage am Hersbrucker
Thermalbad (Beitrag: "Die Hackschnitzelheizung des Thermalbads wird eingeweiht"). Als Leserreaktion
gab es nicht nur eine Debatte um
die Identität der abgebildeten Prominenten,
sondern auch Fragen, wie der
Privatmann preiswert mit Holzpellets
aus der Region heizen kann. Vorteil
des Internet-Mediums: Zu jedem
Namen, jeder Adresse, jedem Stichwort
kann sofort ein Bezug (englisch:
Link) hergestellt werden. Mit einem
Klick der Computer-Maus kann der
Internet-Nutzer gezielt das weiterlesen,
was ihn interessiert.
Stellt der Unterkrumbacher Netz-
Auftritt beispielsweise das im Pfeiffer-
Verlag erschienene Buch über die
Hersbrucker Hutanger vor (zum Beitrag: Pflichtlektüre "Hutanger – Natur und Kulturerbe mit Zukunft"), dann gibt
es da gleich Links zum Naturschutzzentrum
Wengleinpark
, zum örtlichen
Buchhandel oder zum Autor.
Der Leser am Bildschirm blättert im
Angebot wie in einer bunten Illustrierten
— oder schreibt seinen eigenen
Senf dazu.

Auch Geschäftsinteresse

Dieses Vernetzen von Interessen ist
bei den Möbelmachern nicht nur ökologisches
oder heimatliches Engagement,
sondern auch Geschäftsinteresse.
Die klassische Werbung, sagt
Herwig Danzer,

Artikel über Nachhaltigkeitsblog in der Hersbrucker Zeitung weiterlesen

Ikea, Nachhaltigkeit und Möbelmacher?

21p1050570_2Erstmal war
ich skeptisch. Was hat ein Möbelmacher ausgerechnet in der Deutschlandzentrale
von Ikea verloren? Aber ich kenne und schätze Professor Schaltegger, den Schweizer  von der Uni Lüneburg seit dem
Win-Kongress und seine engagierte Mitarbeiterin Claudia Kalisch machte
unmissverständlich und psychologisch geschickt klar, dass ich als
Nachhaltigkeitsfuzzi unverzichtbar wäre.

 Die Aufgabe

Mit dieser
ehrenvollen Aufgabe wurde unsere 5-köpfige Jury betraut:

wir bewerten
und benoten die Abschluss-Präsentation von 5 Studenten-Fünfergruppen, die
10p1050557hrend eines einwöchigen Workshops bei Ikea ein Konzept für deren
Nachhaltigkeits – Kommunikation erarbeitet haben. 25 Teilnehmer, 30 bis 55 Jahre
alt, nahmen im Rahmen ihres MBA Sustainability Management Aufbaustudiengangs
daran teil. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem ersten Master of Business Administration Sustainability Management ist ein
abgeschlossenes Hochschulstudium,
zwei Jahre Berufserfahrung und
Englischkenntnisse.

Am Abend
vorher trafen wir uns gottseidank noch auf ein
Vorbereitungsessen (beim kleinen
Italiener gab´s Köstliches, die Orientierung auf kulinarische Besonderheiten
aus der Region darf man von einem weltweit operierenden Unternehmen wohl nicht
erwarten). 11p1050558Denn dort erfuhren wir, dass diese armen Menschen eine ganze Woche
rund um die Uhr arbeiteten (die Ikea Nachtbesetzung machte Überstunden ohne
Ende, weil die Studenten die angenehmen Räume in der Ikea-Verwaltung den
Hotelzimmern vorzogen und auch ich selbst genoss, dass um 23:30 die Schranke des Ikea Parkplatzes für mich persönlich geöffnet wurde) und so ganz nebenbei auch noch mit Zusatzaufgaben überrascht
wurden („Jetzt noch pro Arbeitsgruppe einen Artikel für die Mitarbeiterzeitung
schreiben“).

Die
menschlichen Überreste dieser Tage (dafür sahen die eigentlich ganz gut aus, nur
bei manchen lagen die Nerven blank) erwarteten wir dann am Freitag morgen.

Die Jury78p1050631

In der Jury
saß von der schwedischen Ikea-Zentrale Nicole
Schneider
(Environment Manager Retail), deren fachliches Urteil für uns
wichtig war,

nur beratend
als Stimme aus dem Off, weil schon eine Woche involviert, Mareke Wieben, die den gleichen Posten in Deutschland abdeckt (bei
den beiden Damen werden Ikea-Berührungsängste nicht nur aufgrund derer
fachlichen Kompetenz deutlich kleiner),

Martin Oldeland ist Mitglied des Vorstands von
B.A.U.M. (Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management), und
kennt deshalb das Nachhaltigkeitsmanagement von unzähligen Unternehmen (www.baumev.de)

Ralf Schmidt-Pleschka kommt aus der echten Öko-Szene,
ist heute einer der kompetentesten Verbraucherschützer Deutschlands (www.verbraucher.org)

Michale Kleene kommt von der anderen Seite als
Pressesprecher des Fachverbands Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel
(Tetrapack) und ist deshalb schwierige Diskussionen gewöhnt. Von den Studenten
bekam er respekt- und liebevoll den Spitznamen „scharfer Hund“ (Dass Frau
Schneider ihn nicht jovial „Der Kleene“ nannte, habe ich erst beim dritten Hinhören
begriffen, sie sagte nämlich „Herr Kleene“)

herwig Danzer als einzige echte Ikea-Konkurrenz, Möbelmacher und Umweltbotschafter hauptsächlich zu Spionagezwecken anwesend und über einige
geschickt eingefädelte Nachhaltigkeits– und Handwerkspreise unauffällig
eingeschleust

Krankheitsbedingt
hatte man noch einen Ikea-Öffentlichkeitsarbeitsspezialisten unsanft aus dem
Bett geholt, aber wie alle Ikea-Leute von der Chefin, über den Hausmeister bis
zum Personal im Mitarbeiterrestaurant haben wir nur angenehme Menschen
kennengelernt (vielleicht waren die anderen ja in einem anderen
Hochsicherheitstrakt weggesperrt).

Wie oben schon
erwähnt eignete sich Professor Schaltegger in der arbeitsreichen Woche den
Titel eines "Reintreibers" an („40-Seiten Abschlussarbeit bis Freitag? Das
geht überhaupt nicht!“), aber didaktisch ging es ja um die realistische Darstellung
des Berufsalltags. Ich kann meinen Kunden am Samstag auch nicht erklären, dass
ich den Entwurf des Wohnzimmers nicht fertig habe, weil ich am Freitag bei Ikea
war.

Die Vorträge52p1050604

Es war nicht
leicht mit einer Jury, die nach den Mängeln sucht. Die einen waren uns zu
theoretisch mit zu wenig Beispielen, die anderen haben sooo weit reduziert, so
dass wir nur durch Nachfragen erfahren haben, dass sie sich genauso tief und
sorgfältig in den Stoff eingegraben haben, wie die Kommilitonen. Manchmal war der
Vortragsstil zu stark abgelesen, manchmal zu spontan und zu wenig
ausformuliert, die Charts waren mal zu voll und mal zu leer. Bei der Bewertung
einigten wir uns auf die Rolle der Vorstandsetage, die entscheiden, ob sie
diese Berater engagieren würden oder lieber nach anderen suchen. Insgesamt war
das fachliche und das Präsentationsniveau aber so hoch, dass wir nur zwischen
1,0 und 3,0 bewerteten mussten. Irgendwann in einem Leben merkt man, dass sogar ein Lehramtsstudium Sinn machen kann und wenn es nur beim Notenverteilen ist.

 Ideen60p1050612

Erstens kann
ich und zweitens darf ich hier natürlich nicht alles wiedergeben, aber einige
Dinge fanden wir nicht nur in Zusammenhang mit unserem eigenen Konzept
interessant (dass ich dass in der Gruppenbewertung als „nervig“ bezeichnet
hatte, war statt des geplanten Gags wohl ein kleiner Schock für die Gruppe,
aber wer eine Einskommanull einfährt, muss auch das verkraften …).

Interessant
(oder eben nervig) waren vor allem die vielen Parallelen zwischen der
vorgeschlagenen Nachhaltigkeitskommunikation von David Möbelmacher und Goliath
Ikea: Das vorgeschlagenen „ökologische Musterhaus“, das Ikea in Augsburg
eröffnen wird, heißt bei uns "regionales Musterhaus" und wurde 2002 bezogen,
der Erlebnispfad „Vom Baum zu Billy“ heißt bei uns "Vom Baum zu Tisch" und
existiert seit Jahren als Messeausstellung und im Internet, als
Kommunikationswege wurde ein deutscher44p1050597 Nachhaltigkeitsbericht abgelehnt und
stattdessen redaktionelle aufbereitete Themen in Print- und Internetorganen
vorgeschlagen, bei uns heißt das Info-Kalender oder Jahrbuch wovon gerade ist
die Jubiläumsnummer 10 erschienen ist. Aber die Idee zum Slogan „Ikea spricht
nachhaltig“ hatten wir noch nicht, und dass der Ikeaelch Knut (unser Wappentier
ist die Ratte
) jetzt Bäume pflanzt, statt sie zu fällen ist auch eine lustige
Idee. Absolut genial: die berühmte Drei-Säulen-Theorie der Nachhaltigkeit (kann
von uns schon keiner mehr sehen, aber der gemeine Mitteleuropäer kennt sie halt
noch nicht: Ökologie, Ökonomie und Soziales) anhand der drei Beine des Ikea
Tisches zu visualisieren. Die Top Down und Bottom up Diskussion bei der
Nachhaltigkeitskommunikation (die Bosse bringen die Information bis hin zu den
Reinigungsleuten = Top Down – oder man beginnt bei den Reinigungsleuten, die
die Forderung bis zur Unternehmensspitze weitertragen = Bottom up) ist so alt
wie das Naturschutzzentrum Wengleinpark , das dabei immer letzteres
favorisierte. Auch das Ergebnis ist korrekt: beides muss gemacht werden, um das
Bewusstsein für Nachhaltigkeit voranzutreiben.

 Was lernen wir daraus?

Über viele
Dinge kann man bei Ikea trefflich streiten, natürlich sind sie durch „immer
billiger“ Kampagnen nicht am Slogan, aber für die Probleme einer „Geiz ist geil
Gesellschaft“ mitverantwortlich  und der Gewinner aus einem unrühmlichen Plagiatstreit, Nils Holger Moormann" ist uns auch weiterhin näher, als sein in diesem Fall humorloser Gegner Ikea (Artikel in der Brand eins) .Trotzdem muss ich durch den ungewöhnlich
tiefen Einblick in die Firmenphilosophie und vor allem das verwirklichte Leben
derselben zugeben, dass Ikea sein löbliches Engagement in Richtung
Nachhaltigkeit bisher nur wenig kommuniziert hat. Das Verbesserungspotential
bei einem Global Player ist genauso wie die Auswirkung dieser Verbesserungen
auf die Erde ungleich höher als in der Dorfschreinerei und sollten die eigenen
Ideen und vielleicht ein paar der Studenten umgesetzt werden,55p1050607 kann diese
Werbung auch für unsere Arbeit durchaus hilfreich sein, so wie vor 15 Jahren
Team 7 mit seiner Werbung für Massivholzmöbel auch unserer Firma und dem Umweltbewusstsein geholfen hat.

Trotzdem
müssen wir sehen, dass wir unsere Nachhaltigkeits-Argumentation als
Kaufargument auf Dauer wohl abgeben werden müssen. Das ist nicht weiter
schlimm, denn um so mehr kommen unsere Kriterien wie Individualität,
Regionalität und Qualität wieder in den Focus, die laut unseren
Kundenbefragungen die wichtigsten sind.

 Schöne Gesten

Die (erst als alles vorbei war) dankbaren Studenten schenkten dem Uni-Team einen84p1050639 Relax Stuhl von Ikea
mit besticktem Kissen, den sie aber in der gleichen Zeit wieder zusammenbauen
und im Karton verpacken mussten, wie die Leidgeprüften für Ihren Vortrag Zeit
hatten: 12 Minuten. Geschafft, aber mit deutlichen Mängeln im
Kommunikationsmanagement.

Als Ausgleich
für die CO²-Belastung, die die Anreise durch die Jury verursachte, bekamen
dieselben eine Urkunde „Wachsender Dank,“ die die Pflanzung einer Stileiche im
Ketelwald an der 80p1050633deutsch-höllandischen Grenze im Frühjahr 2006 garantiert und
ein Handtuch zum Abwischen des Schweißes und eine zusammengesteckt platzsparend zu transportierende   Plastik-Gießkanne, mit dem wir den
Nachhaltigkeitsvirus verbreiten sollen.

Fazit

Was zunächst als ein weiterer Tag der nicht unüblichen Nachhaltigkeits – Diskussions – Zeitverschwendung verdächtigt wurde, hat sich als echte Bereicherung herausgestellt. Die
Ikea Deutschlandzentrale in Frankfurt, vor allem Mareke Wieben und Nicole
Schneider haben viele meiner Vorurteile beseitigt und es hat sich gezeigt, dass
das Denken bei großen und kleinen Betrieben nicht soo weit auseinander liegen
muss. Die gesamte Arbeits-Atmosphäre zwischen Professor Schaltegger, seinem Team
und den Studenten war so zielgerichtet, intensiv und erfolgreich, dass ich
Mbelmacher_03_1
glatt Lust auf diesen Studiengang bekommen habe. Aber andererseits ist die
Möbelmacherzentrale mit betreutem Wohnen in Unterkrumbach auch ein attraktiver
Arbeitsplatz und die angenehme Zusammenarbeit mit unseren Kunden und
Mitarbeitern möchte ich dann doch nicht gegen die mit einem „Reintreiber“
tauschen. Odr? (wie schreibt man das schweizerische "oder" eigentlich?) Deshalb „Danke“ an die Uni Lüneburg und Ikea und besucht uns doch mal
im schönen Sittenbachtal, ihr seid jederzeit (auch zum Kommentieren in diesem Weblog)
eingeladen.

Die Fotogalerie mit allen Fotos, unsortiert, unzensiert und noch nicht farbkorrigiert.

Die Nachhaltigkeitsseite der Möbelmacher


Nachtrag:
Um was ich Ikea aber wirklich beneide, ist der absolut geniale Webauftritt auf der schwedischen homepage ikea.com (klick auf drömkök, was immer das heißen mag, oder hier). Haben Sie ein wenig Geduld (ladden heißt laden), dann können Sie mit der Maus das Bild um 180 Grad drehen und dann zum nächsten drehend wechseln, absolut irre..
Wenn Sie interessiert, wie sowas gemacht wird, hier ist die Erklärung: ganz ganz viel Kameras werden von einem Computer gesteuert. Der Fotograf zeigt es hier.

Heimat unter´m Teller – Auch der Tisch gehört zum regionalen Engagement

Hz06_1essplatzjori_1
Wird die Überschrift "Esskultur und Lebensart" wirklich für die Einzelanfertigung von Tischen und Essplätzen werben? Wird der Gag Heimat unter´m Teller verstanden oder sind dann bloß die Heimat auf´m Teller Leute sauer?

Die abgebildeten Vollpolsterstühle von Jori sind im Moment auf jeden Fall unser absoluter Hit. Sie sind einfach sooo bequem, dass die Kunden alle jahrzehntelang angesammleten Holzstuhlpräferenzen in den Wind schreiben. Petras Sideboard und Tisch aus Elsbeere kamen übrigens auch bei der Auswertung der Fragebögen des Kalenders  hervorragend an, allerdings mit ihr selbst als Model, vielleicht liegt´s ja auch daran.

Essplatzseite der Möbelmacher

Sonderseite Essplätze 2006

Die Ausstellung "Vom Baum zu Tisch"

Massivholztisch aus Nussbaum mit Ansteckplatten

Essplatzpetra1_1

Dank an Prof. Knox und seine Studenten

Kalendervirginiatech06Das ist doch mal eine schöne Überrraschung. Kommt heute Post aus Virginia "with compliments" von Professor Paul l. Knox. Ein elegant gemachter Wochenkalender mit ausgezeichneten Fotos von den gemeinsamen Europareisen mit den Studenten (Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, England, leider keines von Hersbruck). Diese studieren an der Virginia Tech im College of Architecture and Urban Studies und waren das erste mal im Jahr 2004 auf Besuch in unserer Slow City. Wie meist enden diese Führungen dann in unserer Küche. Schön, wenn man dabei immer interessante Menschen kennenlernen kann und noch schöner, wenn die sich auch noch daran erinnern. Deshalb Dank nach Virginia und schaut rein, wenn ihr mal wieder in Franken seid. 

"Creating Ordinary Places: Slow Cities in a Fast World"
heißt der (englische) Artikel von Prof. Knox, dessen Beachtung für Hersbruck kein Schaden wäre. Noch ist nicht alles so, wie´s sein soll.

Homepage der Virginia Tech

Der Weblog-Artikel über den Besuch 2005.
Die virtuelle Führung durch unsere Werkstatt "Vom Baum zu Tisch"

Möbelmesse Köln – imm cologne – Möbelmacher treffen Möbelmacher

Der 16.1.06 ist der erste Messetag in Köln. 1400 Aussteller aus 50 Ländern zeigen auf 285000 Quadratmetern neue und alte Möbel. Aber nicht nur Möbel: ganzheitliche Wohnwelten versprechen die Veranstalter, weil auch der Endgebraucher nicht mehr irgendeinem Trend folgt, sondern der Vielfalt frönt. „Homing“ bedeutet nicht nur Wohnen, sondern einen individuell zu formulierender Ausdruck von Lebensqualität. Endlich zählt zu diesem strapazierten Begriff nicht mehr nur Rotwein oder Reise, sondern auch die anspruchsvolle Gestaltung der eigenen vier Wände.

Moebelmesse06planUte und herwig Danzer betreten gegen 9 Uhr die erste von 11. Hallen und versuchen die ca. 80 anhand des Kataloges ausgewählten Stände zu besuchen. Das sind entweder schon langjährige Partner der Möbelmacher, sie werden es oder sie sind einfach Inspiration für die eigenen Einrichtungsideen. Vier neue Hallen hat die Messe Köln gebaut, die Wege sind deshalb nicht mehr so lang und das Angebot wurde etwas strukturierter. Zum Beispiel die Hallen mit Mitnahmemöbeln kann man sich komplett sparen.

 

In Halle 4 glaubt man den Trendforschern, die dem Massivholz eine Fortsetzung des Booms vorhersagen. Alle Serienanbieter sind vertreten, wobei nur ganz wenige dem Bio-Müsli-Birkenstockstil treu geblieben sind. Der moderne Look mit großen Glasflächen und Edelstahldetails hat auch bei den Urvätern wie zum Beispiel Teams 7 Einzug gehalten. Moebelmesse06_stammkneipeDas originellste Möbel der ganzen Messe findet sich auf dem Pro Massivholz Gemeinschaftsstand: eine Ladentheke aus einem authentisch gestapelten Buchenstamm, welcher wir sogleich den Namen "Stammkneipe" gaben. Die beteiligten Firmen und Verbände stellen Massivholz als schick, jung, intelligent und modern dar. Hoffentlich zeigt der emotionale Weg der Kundenansprache mehr Wirkung, als der ökologische Zeigefinger der letzten Jahre.Moebelmesse06_stammkneipe2

 

Diesen verstecken auch die Hersteller von Naturbettsystemen immer mehr hinter dem Kundennutzen. Pro Natura hat jetzt endlich sein ergonomisch vorbildliches Bettsystem mit einer elektrisch zu verstellenden Variante bereichert.Moebelmesse06pronatura Der Komfortgewinn ist unglaublich und der integrierte Netzfreischalter verhindert den gefürchteten Elektrosmog. Ganz im Sinne der immer älter werdenden Geschäftsführer aber vor allem für deren Kunden werden auch die Möbelmacher diese ökologische Besonderheit ins Programm aufnehmen, denn nicht nur zum Lesen im Bett ist es eine echte Bereicherung und es kann problemlos nachgerüstet werden.

 

In den Hallen zum Thema „Comfort“ ist kein Massivholz mehr zu sehen. Lackfronten soweit das Auge reicht, Glasschiebtüren mit gewaltigem Ausmaß und die Horizontale betonende, glänzende Lowboards rufen viertelstündlich nach der Sidolin-Kolonne. Wenn es mal nicht nach Formaldehyd riecht, dann nach Glasreiniger, wenn die durchgestylten Wohnwelten nicht aus Nussbaum sind, dann aus Zebrano oder Wenge. Die dunklen Hölzer dürfen sogar aus den Tropen kommen oder die Spanplatten aus Asien, Hauptsache die Optik und das Image stimmt. So sieht man auch nach wie vor jede Menge unbesitzbare Tisch-Einzelbank-Kombinationen, weil das ganz außen stehende Tischbein das Einsteigen verhindert. Hersteller müssen sich auf der Messe trendig darstellen, was später dann gekauft wird, hat damit nicht immer etwas zu tun.

 

Shiva_jr3950_reda_rgbEinige Polstermöbler widmen sich dem vom Trendboard definierten „Glocal Style“. Das Kunstwort aus „global“ und „lokal“ bedeutet nicht nur die Kuckucksuhr im New Yorker Penthaus, sondern vielmehr die Vermischung von mexikanischen, indischen oder orientalischen Formensprachen, Farben oder Dekorationen. Produkte sollen ein Geschichte erzählen, vom Blumenstrauß bis zum Polstermöbel. „Storytelling“ wird dieser Trend, der wohl so alt ist wie der Mammutstoßzahn in der Steinzeithöhle, phantasievoll übersetzt. Die Firma Jori ergänzt in diesem Sinne die Kamasitra-Philosophie des letzten Jahres durch das noch niedrigere und tiefere Modell Shiva. Ein Sofa eher zum Lümmeln als zum Sitzen, aber genau das ist ja „glocal“, oder? Auch die unbequem niedrigen Couchtische werden wohl nach Deutschland schwappen. Moebelmesse06jorion0komma5RückenschulleiterinMoebelmesse06jorion3 Ute Danzer diskutierte mit Firmenchef Juan Jorion da lieber die gerade erfundene EinhandbedienungMoebelmesse06jorion4 der neuen Armlehne des „klassischen“ neuen Modells Glove. Denn für die Möbelmacher, als Ergonomie-Kompetenz-Zentrum Nürnberger Land, ist vor allem das gesunde Sitzen Thema, auch wenn Shiva trotz aller Vorbehalte bald in der Ausstellung zu be-sitzen sein wird. Unserer Sekretärin Nina Schoproni gefällt es einfach sooooo gut, …

 

Interessant waren die Diskussionen über die Zukunft der Möbelhäuser. Nur wenige mittelgroße Häuser werden nach den Prognosen überleben, die Zukunft gehört den spezialisierten Nischenanbietern und natürlich den wenigen ganz großen. Einige etablierte Nobel-Hersteller wollen sich das Zerstören ihrer Marke durch die unnötigen Rabattschlachten nicht mehr länger gefallen lassen, erwägen die Konzentration auf Einrichtungsspezialisten und drohen den Verramschern mit Lieferstopp. Das wäre endlich ein Signal für die längst fällige Trendwende, denn Möbelkäufer wollen vor allem nachvollziehbare und faire Preise.

Vielleicht wird in den nächsten Jahren wieder vermittelt, dass gute Beratung, Service und Individualität länger Freude macht, als der günstige Preis vom falsch gewählten Produkt.

 

Mit dieser Hoffnung wird noch mal gechecked, ob man wirklich alle Stände gesehen hat, aber da ertönt bereits der Messe-Ende-Gong und wir verlassen die Messe elegant über einen Notausgang, der nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt ist. Auf der Heimfahrt hat man wieder das Gefühl viel zu viel gekauft zu haben, aber die Erfahrungen der Vergangenheit lehren auch, dass nur die Weiterentwicklung unseres Angebots Zukunft hat. Jetzt nur noch 469 km nach Unterkrumbach.

Artikel dazu im Handelsblatt: Trendwende empfohlen.

Bush-Pilot – nicht neu, aber genial

Ich muss zugeben, dass ich das Video vor zwei Tagen das erste mal gesehen habe, obwohl es schon seit einem ganzen Jahr in Umlauf ist. Aber alle, denen ich davon berichte, haben es auch noch nicht gesehen, deshalb hier die Links zum NDR, der die peinliche Wahrheit über George Bushs Kästchen am Rücken enthüllt. Bush-pilot
Einen zweiten Teil und noch viele andere Videos zum Wegschmeißen gibt´s im Archiv.
Beachten Sie vor allem "Lerne Ostdeutsch" und "Imbissdeutsch."